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Bericht über: Schauspieler und Musiker

Schauspieler und Musiker
Roman Shamov
E-Mail:roman@shamov.de
Website:www.romanshamov.blogspot.com
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Mixen für den Techno

Stand: September 2026

Manche Schauspieler sind wahre Multitalente. Neben körperlicher Ausdruckskraft und Disziplin sind es die großen und kleinen Erfahrungen, die ihren Weg prägen.

So kann es vorkommen, dass man der Liebe wegen zum Barkeeper wird. „Bei mir waren es allerdings nicht die Frauen, sondern die elektronische Musik. Ich hatte das Glück, längere Zeit als Barmann im berühmten ‚Berghain‘-Club in Berlin Getränke mixen zu dürfen“, freut sich Roman Shamov noch immer über die damalige Chance. „Während meiner Schauspiel-Karriere fand diese Fähigkeit jedoch noch nicht so viel Einsatz, aber vielleicht kommt das ja noch“, ist er zuversichtlich. Geboren 1968 in Berlin-Buch, ist er vielen aus Film, Theater und Musik bekannt. Seit mittlerweile neun Jahren wohnt er in Brieselang.

Von Anfang an
Seine Laufbahn begann zunächst unscheinbar im Berliner „Maxim Gorki Theater“, wo er als Beleuchter im Einsatz war. Später betrat er, angeregt durch Schauspieler wie Uwe Kockisch, Jenny Gröllmann und Götz Schubert, selbst die Bretter, die die Welt bedeuten, und studierte an der „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“.
In den 90er-Jahren begann er, an der „Volksbühne“ in Berlin an freien Produktionen mitzuwirken. Als Theaterschauspieler war er regional gefragt, so in Berlin im „Theater unterm Dach“, in der „WABE“ oder im „Schlossplatztheater“. Internationale Erfahrungen sammelte er anschließend in der Schweiz und in den USA. Im Kreuzberger Theater „Berliner Kabarett Anstalt“, kurz „BKA Theater“, fanden seine Figuren als Polizist in „Tatort Neukölln“ oder als Macker „Harry Weinfurz“ großen Anklang. Ebenso bei „Wenn Ediths Glocken läuten“ ist seine komödiantische Seite gefragt.

Regie für Comedy
Wie viele Stars, wollte auch er einmal wissen, wie es sich hinter den Kulissen anfühlt, selbst die Fäden in der Hand zu halten und ein Stück zu gestalten. Als Regisseur konnte er beim „Pfefferberg Theater“ mit „Dracula – A Comedy of Terrors“ und „Shakesqueer – God save the Queens“ dem Publikum mehr als nur ein Schmunzeln entlocken.
Im Fernsehen war er in Serien wie „Polizeiruf 110“, „SOKO Wismar“, „Praxis mit Meerblick“ oder „Unser Charly“ zu erleben.
Seine Rollen sind vielfältig. So war er im Märchenfilm „Jorinde und Joringel“ zu sehen oder spielte im Science-Fiction-Drama „Flights of Reverie“ einen skrupellosen Tierhändler.
„Demnächst werde ich einen Professor für KI und Robotik verkörpern“, macht Roman Shamov es spannend.

Im Takt der Beats
Musikalisch ist von ihm ebenfalls schon seit Längerem etwas zu hören. Fokussiert hat er sich dabei stets auf sein Lieblings-Genre: die elektronische Musik. So bildet er seit 14 Jahren zusammen mit Luci van Org die Band „Meystersinger“. Als Duo greifen sie mit elektronischen Chansons emotionale oder alltägliche Themen wie „Angst“ oder „Trost“ auf. Zuvor war er bei „Rummelsnuff“ als Vokalist mit an Bord.

Wiedersehen in Berlin
Roman Shamov wuchs im damaligen Ostberliner Berlin-Buch auf. Seine Kindheit verbrachte er bei seiner Mutter. „Durch die Verfolgung der jüdischen Verwandten durch die Nazis hatten wir eine komplexe Beziehung. Mein Vater war in der damaligen Sowjetunion. Ihm wurde der Kontakt zu mir durch den KGB verboten. Erst durch eine komplizierte Suche konnte ich ihn Jahre später über eine Datingseite wiederfinden. Das erste Treffen am ehemaligen Flughafen Schönefeld war eine sehr berührende Erfahrung. Trotz einiger Differenzen war die Liebe spürbar“, blickt Roman Shamov zurück.
Seinen Lebensweg verarbeitet der heute 58-Jährige in seiner Autobiografie „Krawall in mir“. „Diese gibt es ab Oktober 2026 als Hörbuch. Mit der gebundenen Ausgabe, die im März 2027 herauskommt, werde ich auf der Leipziger Buchmesse persönlich anzutreffen sein“, freut sich Roman Shamov auf diese Premiere.

Erstellt: 2026