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Bericht über: Drehorgelspieler

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Drehorgelspieler
Detlef Luther
Telefon:01 51/58 71 01 89
Website:www.drehorgel-detlefluther.de
Foto von Detlef Luther, Drehorgelspieler, BrieselangFoto von Detlef Luther, Drehorgelspieler, BrieselangFoto von Detlef Luther, Drehorgelspieler, BrieselangFoto von Detlef Luther, Drehorgelspieler, Brieselang

Drehen für den guten Zweck

Stand: September 2026

Vom Band muss nicht monoton und langweilig sein. Mit dem richtigen Händchen ertönt aus Brieselang Mozart für einen guten Zweck.

„Das Schöne an einer Drehorgel ist, dass sie einfach zu spielen ist und man eine große Bandbreite hat. Jeder kennt diese und hat sie bestimmt schon mal gehört. Egal, ob auf dem Jahrmarkt, beim Stadtbummel oder in Filmen, mit dem nostalgischen Aussehen und den sanften Melodien der Holzpfeifen erzeugt sie gleich eine gewisse Stimmung“, ist der aus Norddeutschland stammende Detlef Luther überzeugt.

Mit Leierkasten auf Reisen
Mit seiner häufig auch Leierkasten genannten Drehorgel reist er regelmäßig durchs Land, um für den guten Zweck zu sammeln. „Ich war lange im intensivmedizinischen Bereich in einem Kinderhospiz tätig. Dabei ging es um bedrückende Einzelschicksale. Schwerstkranke Kinder bekommen irgendwann, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, nur noch Schmerzmittel. Da wollte ich nach meinem Berufsleben etwas machen, um Kindern Heiterkeit zu geben und ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Man darf dabei natürlich die Eltern nicht außer Acht lassen“, beschreibt der heute 69-Jährige, der sich bereits seit über 40 Jahren sozial engagiert.
Alle Einnahmen durch seine Drehorgel werden an gemeinnützige Einrichtungen und Hospize sowie für Hilfsprojekte gespendet, etwa an den „KiHi - Kinderhilfe Potsdam e.V.“ und an das Kinder- und Jugendhospiz in Beetzsee. „Hier weiß ich, dass jedem die professionelle sowie liebevolle Betreuung von Kindern und Familien ein Herzensanliegen ist“, erläutert er.
Neben festen Institutionen unterstützt er zudem immer wieder konkrete Einzelfälle. Vor allem schwerstkranke Kinder und ihre Familien sowie Menschen, die durch einen Schicksalsschlag in Not geraten sind, stehen dabei im Mittelpunkt.

Wo der Leierkasten hinrollt
Neben seinen Auftritten in Hospizen und Kinderkrankenhäusern reist er auf Benefiz-Touren durch die gesamte Republik. Halt macht er dann in Kirchen, Gemeindezentren, Seniorenheimen oder Tagespflegeeinrichtungen. So hört man seine Klänge etwa im brandenburgischen Baruth, in Euskirchen, in Neustadt an der Dosse oder in Salzgitter.
„Das Abschlusskonzert meiner diesjährigen ‚Benefiz-Drehorgeltour‘ fand am 5. September in der Bredower Kirche statt“, blickt er zurück.
Wichtig ist Detlef Luther, dass er die anderthalb bis zwei Stunden Klanggenuss auf seiner mechanischen Orgel nicht einfach „vom Band“, sondern per Hand, Gehör und mit ganz viel Gefühl spielt. „Dafür braucht man keine Noten zu kennen, und jeder darf es mal ausprobieren“, lädt der Brieselanger ein.

Alte Klangtradition beleben
Stets begleiten ihn seine beiden Drehorgeln. Neben einer zweireihigen Drehorgel ohne Register mit 31 Pfeifen spielt er gern auf seiner aufwendig ausgestatteten Konzertorgel. „Diese hat vier Register, 78 Pfeifen und 133 Ventile. So kann sie entsprechend mehr Töne und eine größere Klangbreite erzeugen“, ist der passionierte Drehorgelspieler stolz. Seine Konzertorgel ist 93 Jahre alt. Bei ihr bekommt man nicht nur etwas zu hören, sondern auch was zu sehen. So bewegen sich zu den Klangwelten zwei sogenannte Moriskentänzer. Für beide Instrumente hat er insgesamt um die siebenhundert Rollen in seiner Sammlung, auf die er zurückgreifen kann. „Die habe ich über die Jahre gesammelt. Von Klassisch bis Volkstanz ist da fast alles dabei, was man auf so einem Instrument spielen kann. Stets gleichmäßig sollte man die Kurbel drehen, sonst hört man den Leierkasten leiern“, verrät er. „Das Prinzip ist dabei dem einer Kirchenorgel ähnlich, nur, dass hier die Luft über die Löcher im Notenband entweicht, sodass die entsprechenden Ventile betätigt werden und die Pfeifen ertönen“, erklärt Detlef Luther.
Wie es sich für einen echten Drehorgelspieler ziemt, taucht er stets mit passendem Outfit auf. „Das gehört sich einfach so und ist eine Art Erkennungszeichen“, gibt er Einblick und freut sich auf viele weitere interessante Auftritte sowie glückliche Kinder.

Erstellt: 2026